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Hausboot-Ferien führerscheinfrei
 
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Hausboot-Ferien in Italien in der Lagune von Venedig

Reisegebiet: Lagune von Venedig (Venetien - Italien)
Reisezeit:17. - 31. Mai 2008
Start-Basis:Casier Treviso
Hausboot-Crew:2 Ehepaare (Alter ca. 65 Jahre, mehrfache Erfahrungen mit Hausbooten in Frankreich, England, Niederlande, Belgien, Deutschland)
Unser Boot:Connoiseur 1140 FB
Streckenlänge:127 km
Hausboot-Route:Casier · Portegrandi · Mazzorbo/Burano · Murano · Venedig · Canale della Giudecca · Fusina · Padua · Lido · Pellestrina · Chioggia · Canale di Valle · Po di Venezia · Porto Tolle/Cà Tiepolo · Porto Levante · Alberoni · Malamocco · Poveglia · S. Clemente · S. Giorgio Maggiore · Vignole · S. Erasmo · Halbinsel Cavallino · Marina Fiorita (bei Treporti)

Die Vorbereitung erfolgte bereits zu Hause mit:

Carta Nautico Turistica, Laguna Veneta
1 : 50.000 (sehr unübersichtlich)

Faltblatt Naviglio del Brenta
(Venedig - Padua, anschaulich und informativ)

Die Lagune von Venedig (Edition Maritim)
von Heinrich Breidenbach

Die besten Unterlagen erhielten wir direkt in der Basis:

2008 itinerari fluviale e ciclabili del Veneto
Beschreibungen: italienisch, englisch, deutsch
mit 2 Karten, die das gesamte Gebiet zwischen Treviso, Jesolo, Padua, Po di Levante abdecken.

Dieser Führer kostete incl. Karten 25,00 €. Er sollte wegen der vielen nützlichen Hinweise unbedingt bereits bei der Reisevorbereitung zu Hause benutzt werden.

Karte über das Po-Delta (sehr gut)


Anreise

Die Anreise erfolgte bereits am Vortag (16.05.2008).

Ein Ehepaar reiste mit dem Zug an: Basel » Venedig, umsteigen in den Zug nach Treviso, Übernachtung in einem Hotel in Treviso. Das andere Ehepaar flog mit Ryanair von Weeze nach Treviso. Die Anfahrt zum Flughafen Weeze erfolgte mit einem Zubringerbus ab Duisburg Hbf, vom Flughafen Treviso abgeholt vom Wirt der Pension B&B DolceVita Treviso (sehr zu empfehlen, 60 € das Doppelzimmer incl. Frühstück). Treffpunkt am 17.05.2008 morgens in Treviso, einkaufen im Supermarkt direkt am Bahnhof, Fahrt mit dem Taxi zur Basis nach Casier.


Basis

Das Personal in der Basis war sehr zuvorkommend, sprach z.T. deutsch, sonst englisch. Die Beratung über die geplante Route war umfassend (anhand der o.g. Unterlage "2008 itinerari ...", die Einweisung in das Boot sehr gründlich. Zum ersten Mal haben wir erlebt, dass zunächst eine Einweisung in die Sicherheitsausrüstung gegeben wurde. Die praktische Handhabung des Bootes beim Fahren war kurz, aber ausreichend, da wir über genügend Erfahrung mit Hausbooten verfügen und auch die entsprechenden Bootsscheine besitzen.

Auch die Rückgabe des Bootes am Ende der Fahrt war problemlos. Wir haben lediglich die Treibstoff-Abrechnung beanstandet: laut Bootsunterlagen und Vertrag, den wir in der Basis unterschrieben haben, beläuft sich der Verbrauch je Betriebsstunde auf 4 Liter Diesel. Wir haben unterwegs 2 x getankt (jeweils voll) und dabei nur einen Verbrauch von 2,1 Liter Diesel erreicht. Zudem war der angesetzte Diesel-Preis um ca. 10 Cent höher als der, den wir tatsächlich bezahlt haben. Wir haben den tatsächlichen Preis für Treibstoff je Betriebsstunde mit ca. 3,30 € errechnet, bezahlen mussten wir aber ca. 7,30 €. Das Basis-Personal war nicht berechtigt, auf unsere diesbezügliche Beschwerde einzugehen, gab uns stattdessen den Rat, dies alles im Beurteilungsbogen zu vermerken. Das haben wir getan, bis jetzt aber noch keine Antwort erhalten.


Boot Rialto - 1140 FB

Das Boot Connoiseur 1140 FB war bei der Übernahme sauber. Wir hatten ein Boot mit 2 Schlaf-Kabinen und 2 Waschräumen/Toiletten gewählt und waren angenehm überrascht, wie viel Stauraum uns zur Verfügung stand. Auch die Bewegungsfreiheit war gut, lediglich die Kopffreiheit war mit ca. 1,85 m eingeschränkt (wie auf fast allen Booten, die wir bisher gefahren hatten).

Das Steuern des Bootes am Innensteuerstand war nicht so einfach, da der Innensteuerstand sehr weit vorne im Boot untergebracht ist und damit die Visierlinie nur sehr kurz ausfällt. Die Steuerung über den Außensteuerstand war dagegen problemlos. Die Benutzung des Außensteuerstandes bei Sonnenschein war jedoch insofern etwas unangenehm, da der mitgelieferte Sonnenschirm im Fahrtwind instabil war (wir mussten ihn einmal sogar mit dem klassischen Rettungsmanöver aus dem Kanal fischen) und daher immer eine Person den Schirm festhalten musste. Wir werden in Zukunft bei Bootsferien in südlichen Ländern darauf achten, dass der Sonnenschutz hinreichend ausgebaut ist.


Reiseverlauf

17. Mai 2008 von der Basis Casier bis zum öffentlichen Anleger Casier
18. Mai 2008 von Casier den Sile-Fluss abwärts über Portegrandi nach Mazzorbo/Burano (Liegeplätze von Connoisseur)
19. Mai 2008 Ausflug mit dem Vaporetto nach Murano
20. Mai 2008 erzwungener Ruhetag in Mazzorbo/Burano wegen sehr schlechten Wetters und starken Windes
21. Mai 2008 von Mazzorbo über Murano, Venedig/Fondamenta Nuove., Venedig/ S. Elena, Venedig/Bacino S. Marco, Canale della Giudecca, Canale di Fusina nach Fusina (schöne Marina, aber wenig Liegeplätze für Hausboote)
22. Mai 2008 Brenta-Kanal von Fusina nach Padua (öffentlicher Anleger direkt in der Innenstadt von Padua, max. 6 Liegeplätze)
23. Mai 2008 Besichtigungstag in Padua
24. Mai 2008 Brenta-Kanal von Padua nach Fusina
25. Mai 2008 von Fusina über Venedig, Lido, Pellestrina nach Chioggia (Liegeplätze von Connoisseur)
26. Mai 2008 von Chioggia über den Canale di Valle zum Po di Venezia, dort bis Porto Tolle/Cà Tiepolo (öffentlicher Anleger, kaum Liegeplätze)
27. Mai 2008 von Cà Tiepolo über den Po di Venezia und den Po di Levante nach Porto Levante (schöne Marina)
28. Mai 2008 von Porto Levante über den Po di Levante, Chioggia nach Alberoni (öffentlicher Anleger im Hafenbecken)
29. Mai 2008 von Alberoni über Malamocco, Poveglia, S. Clemente, S. Giorgio Maggiore, Vignole, S. Erasmo, Halbinsel Cavallino bis zur Marina Fiorita in der Nähe von Treporti (sehr schön)
30. Mai 2008 von Marina Fiorita/Treporti über Burano, Portgrandi, Sile-Fluss aufwärts nach Casier (öffentlicher Anleger)
31. Mai 2008 von Casier zur Basis

Insgesamt waren wir ca. 50 Betriebsstunden unterwegs und sind ca. 350 km gefahren.


Schleusen und Brücken

Es gab nur Schleusen oder Brücken bei Portegrandi, auf dem Brenta-Kanal und auf den Kanälen von Chioggia zum Po-Delta, alle wurden von speziellem Personal bedient.

Auf dem Brenta-Kanal musste man sich per Telefon (Handy) anmelden (es ging leidlich auf Englisch), man musste aber warten, bis man in einer Kolonne von Ausflugsschiffen mitfahren konnte. Auf den Kanälen zum Po-Delta musste man sich ebenfalls bis zu 2 Stunden vorher per Telefon (Handy) anmelden, wurde dann aber in der angekündigten Zeit auch ziemlich schnell durchgeschleust.


Liegeplätze

Liegeplätze sind in dem Revier sehr rar, die Suche gestaltete sich teilweise ziemlich zeitraubend, teilweise waren die Liegeplätze auch recht abenteuerlich. Ein "freies" Ankern wäre in manchen (ruhigen) Seiten-Kanälen der Lagune wahrscheinlich möglich gewesen, wir haben es aber nicht gemacht.

Auf dem Brenta-Kanal gibt es kaum benutzbare Liegeplätze, von denen aus man die herrlichen Paläste besuchen könnte. Die meisten Liegeplätze werden von den Ausflugsschiffen belegt, Hausboote werden sofort mit deutlichen Worten vertrieben. Es stimmt, was ich in einem Führer gelesen habe: die Paläste besucht man besser über eine Busfahrt, der Brenta-Kanal selbst ist nicht gerade überwältigend. Aber Padua als Ziel dieser Fahrt ist mehr als lohnend!


Schiffsverkehr

Hausbooturlaub in Italien Auf dem Sile-Fluss, der nördlichen Lagune, den Kanälen von Chioggia zum Po-Delta gibt es kaum Schiffsverkehr, teilweise sieht man kein anderes Boot (das ist vor allem auf dem sehr breiten Po beeindruckend).

Um Venedig herum und auf den Kanälen der südlichen Lagune ist sehr reger Schiffsverkehr, z.T. auch mit sehr großen Fracht- oder Kreuzfahrtschiffen. Wir haben uns aber nie beengt oder bedroht gefühlt, wir haben die (langsame und vorsichtige) Fahrt durch dieses "Gewimmel" sogar richtig genossen. Auch an die Schaukelei unseres Bootes, hervorgerufen durch schnell fahrende andere Boote, haben wir uns schnell gewöhnt.


Infrastruktur

Bunte Häuser in Venetien Die Suche nach Tankstellen kann aufwändig werden, wir wurden einige Male abgewiesen. Ein rechtzeitiges Tanken ist daher sehr zu empfehlen.

Restaurants sind nicht in allen Dörfern in angemessener Entfernung zu finden. Wir haben einige Male auf die (vorsorgliche) Notration zurückgreifen müssen und an Bord gegessen. Das hat natürlich auch sehr gut geschmeckt.

Bezüglich Einkaufsmöglichkeiten gilt dasselbe wie bei den Restaurants, sie sind nicht überall zu finden. Oft haben wir aber auch Glück gehabt und in kleinen Nebengässchen kleine Läden gefunden, in denen auch die Einwohner einkaufen. Und diese Art des Einkaufens war für uns immer ein beglückendes und fröhliches Erlebnis.


Gondel in VenedigRevier

Das Schönste zum Schluss: das Revier ist phantastisch!

Die Lagune mit ihrer überraschenden Weite, die vielen Inseln, der Anblick der herrlichen oder verfallenen Paläste, die südliche Sonne, die italienische Lebensart und, und, und ...

Wir waren begeistert und sind es immer noch. Und es ist die erste Bootstour, über die wir zum Schluss einig waren: dieses Revier sollten wir in ein paar Jahren noch einmal mit dem Hausboot bereisen.




Ein Reisebericht von: Hansjörg Böheim

Bücher-Quellen & Weiterführende Literatur









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