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Hausbootferien auf dem Rhein-Marne-Kanal in Elsass-Lothringen

Reisegebiet: Rhein-Marne-Kanal (Elsass-Lothringen)
Reisezeit:August 2004
Start-Basis:Lutzelbourg
Hausboot-Crew:Klaus Bartram und Familie
Unser Boot:Pénichette 1400 FB mit Namen Toul
Hausboot-Route:Arzviller · Niderviller · Héming · Xouaxange · Lagarde · Einville-au-Jard · Lunéville

Tag 1 - Samstag - 21. August 2004

Allgemeiner Treffpunkt für den bereits lange geplanten Familienausflug war "Bad Muzel". Nach einem regenreichen Vormittag in Offenbach, bei dem wir sogar das Einladen des Gepäcks wegen starker Regenfälle unterbrechen mussten, kamen wir gegen 11.30 Uhr in Bad Dürkheim an. Christine war bereits am Vortag angereist. Wir tranken zusammen noch kurz einen Kaffee und dann konnte die Reise losgehen. Christine, Arne und Klaus fuhren im Daewoo, Heike, Hans und Gisela im Toyota. Die Strecke über die A65 bis nach Frankreich verlief ohne besondere Vorkommnisse. In Frankreich brauchten wir noch ca. 2 Stunden bis Lutzelbourg. Pénichette 1400 FB Unser Boot erkannten wir sofort, denn es war das größte, das in der Marina zu Verfügung stand. Zunächst checkten wir im Büro des Bootsvermieters "Locaboat Holidays" ein. Wir hatten unser Charterboot bereits im April dieses Jahres per Internet bei der "Freizeit-Kapitän"-Agentur Dörge in Krefeld bestellt und alles war bestens vorbereitet.

Nur die Bestellung der Lebensmittel per Fax hat leider nicht geklappt. Da wir relativ früh angekommen waren, konnten wir nicht gleich an Bord, denn der Mechaniker war noch nicht ganz mit dem Bootscheck fertig. Also gingen wir erst mal selbst einkaufen. Die erste Bäckerei war bereits ausverkauft obwohl es noch vor 15.00 Uhr war, aber wir taten noch eine weitere auf, so dass wir doch noch zu französischem Brot kamen. In einem kleinen Laden deckten wir uns mit Wurst, Käse und Getränken ein. Nach dem Einkauf konnten wir auch an Bord der "Toul" und luden das Gepäck aus. Dann wurden die Autos auf einem abgesperrten Gelände geparkt. Bald kam der Techniker zur Einweisung an Bord. Da wir bereits seit vielen Jahren auf den unterschiedlichsten Gewässern mit verschiedensten Bootstypen unterwegs waren, ging es dabei weniger um allgemeine Hinweise, sondern um solche Dinge, die bei jedem Boot anders sind. Beispielsweise wie von dem Innensteuerstand auf den Außensteuerstand umgeschaltet wird oder wo die Sicherung für das Bugstrahlruder liegt. Letztere ist versteckt unter der linken Koje in der vorderen rechten Kajüte, da soll erstmal einer drauf kommen. Arne bekam noch eine spezielle Kinderschwimmweste, allerdings ein relativ kompliziert anzulegendes Exemplar, da hatten wir schon bessere. Außerdem erhielt er eine "Locaboat"-Fahne für das Boot, die er am Ende behalten und mit nach Hause nehmen durfte. Kaffee auf der Pénichette 1400 FB Da wir auf eine praktische Einweisung verzichten konnten, legten wir noch am späten Nachmittag gegen 17.00 Uhr ab, nachdem wir uns zuvor Kaffee und Mirabellenkuchen an Bord schmecken ließen. Das Wendemanöver mit dem 14 Meter langen Boot auf dem doch recht schmalen Rhein-Marne-Kanal, der den Atlantik mit dem Rhein bei Straßburg verbindet, klappte dank des Bugstrahlruders auf Anhieb völlig ohne Probleme und wir fuhren östlich Richtung Schiffshebewerk, das Heike und Klaus bereits von ihrer Reise im Jahr 1998 her kannten.

Wir passierten die ersten drei Schleusen bei strömendem Regen und legten kurz vor dem Schiffshebewerk bei Arzviller gegenüber einem Campingplatz an. Der freundliche Techniker der Marina hatte uns das dortige Restaurant empfohlen, da dort das Essen sehr gut sein sollte. Das wussten allerdings auch andere, sodass das Lokal restlos belegt war. Wir traten also unverrichteter Dinge den Rückweg an und aßen an Bord frisches Weißbrot mit Pastete und Käse und tranken eine Flasche Wein dazu. Arne organisierte den ersten Spieleabend, den Christine haushoch gewann. Dann ging es in sämtliche Kojen zur ersten Übernachtung an Bord.
 


Tag 2 - Sonntag - 22. August 2004

Bereits um 8.00 Uhr waren alle bis auf Arne wach und standen auf. Wir nahmen zunächst ein kleines Frühstück ein und fuhren dann bei leichtem Hochnebel die kurze Strecke bis zum Schiffshebewerk.


Das Schiffshebewerk von Arzviller befördert mehrere Boote in nur 20 Minuten 44 Meter nach oben bzw. nach unten und ersetzt damit 17 ehemals handbetriebene Schleusen. Das Gewicht des gefüllten Förderbeckens beträgt 900 Tonnen, die Neigung der Rollenbahnen 41 Prozent. Die Fahrt mit dem im Jahre 1969 errichteten Aufzug für Schiffe ist sehr einfach. Man fährt wie in eine normale Schleuse ein und macht das Boot fest. Danach hebt sich die gesamte Schleusenkammer nach oben. Die ganze Arbeit der Bootsbesatzung besteht darin, die Landschaft zu bewundern. Das Hebewerk ist ein beliebtes touristisches Ausflugziel der Region. Es existieren nur zwei gleichartige Konstruktionen: Kransnojask (Russland) und Ronquiéres am Kanal Charleroi-Brüssel in Belgien. Beide Bauwerke sind in Längsbauweise angelegt, während das Schiffshebewerk bei Arzviller als einziges in Europa in Querbauweise errichtet wurde.


Wir konnten ohne lange Wartezeit sofort in das spektakuläre Schiffshebewerk einfahren und genossen das Schauspiel. Oben angekommen ging es ohne Pause gleich weiter Richtung Tunnelanlage. Dort mussten wir geraume Zeit warten, bis wir die Tunneldurchfahrt beginnen konnten.


Tunnel bei ArzvillerDie Tunnelanlage besteht aus dem 2.306 Meter langen Tunnel bei Arzviller und dem kurz darauf folgenden 475 Meter langen Tunnel bei Niderviller. Beide sind nur jeweils in eine Richtung befahrbar und der Verkehr ist daher mit Ampeln geregelt.


Vor der Einfahrt in den ersten Tunnel mussten wir zunächst einige Zeit warten, bis mehrere entgegenkommende Boote die Strecke passiert hatten und wir mit der Durchfahrt beginnen konnten. Wir tranken eine Tasse Kaffee und hielten ein Schwätzchen mit anderen wartenden Bootsfahrern. Mittlerweile sind die Tunnel mit Lampen einigermaßen ausgeleuchtet, so dass es nicht mehr ganz so duster war, wie bei unserer ersten Fahrt vor sechs Jahren, als ein kleiner Scheinwerfer auf dem Bootsdach die einzige Lichtquelle war. Bei Niderviller legten wir zum Einkaufen an. Allerdings war der Ort wie ausgestorben und so kehrten wir unverrichteter Dinge zurück an Bord.

Weiter ging es Richtung Westen an so typisch französisch klingenden Orten wie "Schneckenbusch" und "Neuhof" vorbei. In Héming legten wir im Hafenbecken nahe dem Zementwerk an, um festzustellen wie weit es bis zum Restaurant "Alsacienne" ist. Dieses kannten wir noch von unserem letzten Aufenthalt, dort gab es vorzüglichen Wildbraten. Allerdings war die Entfernung doch größer als wir sie in Erinnerung hatten.

An Bord der PénichetteMit Rücksicht auf die älteren Crewmitglieder beschlossen wir daher wieder ein Stück den Kanal zurückzufahren und legten in dem Ort mit dem unaussprechlichen Namen Xouaxange an. Hier gibt es die "Auberge Du Mesnil", bei der Hans, Klaus und Christine sogleich einen Tisch für 19.00 Uhr reservierten.  Dann gab es erst mal einen Kaffee und Gugelhupf - ein Geschenk des Bootsvermieters - an Bord. Danach vertrieben wir uns die Zeit mit Spazieren gehen, lesen, schlafen etc. Kurz vor 19.00 Uhr gingen wir zum Essen. Wir speisten sehr gut und reichlich. Vollkommen gesättigt gingen wir an Bord unseres Charterbootes zurück. Wir tranken noch ein Glas Wein und gingen früh ins Bett, denn das Essen hatte alle schläfrig gemacht.
 


Tag 3 - Montag - 23. August 2004

Klaus fuhr gleich nach dem Aufstehen bei strahlendem Sonnenschein los während der Rest der Mannschaft noch beim Frühstück saß. Wir fuhren an der Einmündung des Kanals des Kohlereviers der Saar vorbei und passierten drei große Stauseen, die als Speicherbecken für den Kanal dienen. Wir waren am Scheitelpunkt der Kanalstrecke angekommen. Nach einigen Kilometern erreichten wir die Reste der Schleuse Nummer 1, die nicht mehr in Betrieb ist, und kurz darauf die Schleuse (Nr. 2) von Réchicourt, die sechs alte Schleusen ersetzt, welche auf der nördlichen Seite noch zu erkennen sind. Hier wird man auf einmal 15,4 Meter herabgeschleust. Dort erhielten wir vom Schleusenwärter auch eine Fernsteuerung für die nachfolgenden automatischen Schleusen.

Hausboot Ahoi Hausboot Ahoi Hausboot Ahoi
Hans, Heike und Christine lösten bei herrlichem Wetter Klaus beim Steuern des Motorbootes ab.

Nach sechs kleineren Schleusen (ca. 2,60 m hoch) und einer wunderschönen Fahrt durch abwechslungsreiche Landschaften bei allerschönstem Wetter gelangten wir nach Lagarde, einem typisch lothringischen Dorf. Hier legten wir im ausgebauten Hafen an, der auch Basis von "Rive de Fance" ist. Zunächst stürmten wir die Epicérie vor Ort, ein typisches Lädchen für diese kleinen Dörfer, und der Patron bediente uns höchstpersönlich (in Unterhemd und Shorts). Bei ihm konnte man auch Brot und Croissants für den nächsten Tag bestellen. Dies tat Christine denn auch, um endlich mal wieder "richtige" französische Croissants zum Frühstück genießen zu können. Wir besichtigten die Kirche im Ort und meldeten uns beim Hafenmeister, der gleichzeitig auch einen Souvenirladen führte. Arne erstand von seinem Urlaubsgeld der Frankfurter Großeltern einen Zimmerbrunnen und wir ein paar Produkte der Region. Den ganzen Tag hatten wir Sonne satt, die wir auch ausgiebig genossen. Schiffsführer Klaus hatte auf der Flying Bridge trotz Sonnenkappe eine rote Nase bekommen und auch der Rest der Crew war nicht mehr so blass wie am Beginn der Reise. Am Abend gab es das Essen an Deck. Beim abschließenden Espresso fing es an zu Blitzen und dann kam ein kurzer Regenschauer. So hatten wir endlich Gelegenheit, unser Reisetagebuch zu beginnen. Es wurde später zwar wieder trocken, aber man konnte beobachten, wie dunkle Regenwolken aufzogen.
 


Tag 4 - Dienstag - 24. August 2004

Seit dem Morgengrauen regnete es in Strömen. Klaus fühlte sich in seiner Ansicht bestätigt, dass Morgengauen "der Ekel vor dem früh Aufstehen" bedeutet. Das ist nicht untypisch für ihn, denn er fragt sich auch, ob Überzeugung grundsätzlich zu einem Geburtenüberschuss führen muss, grübelt darüber nach, ob man denn Menschenauflauf mit Speckstreifen garniert, denkt bei Kontaktlinsen an Beziehungsanbahnungshülsenfrüchte und Orthografie ist für ihn letztlich eine subtile Form der Freiheitsberaubung. Christine bereitete zunächst ein großes Frühstück im Salon mit am Vortag bestellten frischen Croissants und Baguette vor. In einer Regenpause wurden die Vorräte aufgefrischt. Gegen 11.30 Uhr klärte es auf und wir fuhren weiter in westlicher Richtung. Wir passierten insgesamt 6 Schleusen und das Wetter wurde immer besser. Bei der zweiten Schleuse gab es zwar technische Probleme, die aber alsbald von einem per Sprechanlage herbeigerufenen Schleusenwärter behoben wurden. Währendessen pflückten wir Mirabellen, Pflaumen und Brombeeren, die neben der Schleuse wuchsen. Heike und Arne besuchten die Ruine des ehemaligen Schleusenwärterhäuschens. Arne bestand heute eine weitere Bootsfahrerprüfung. Beim Schleusen sprang er als erster an Land und legte die Seile um die Poller und als wir in Einville-au-Jard anlegten, ging er auch wieder als erster von Bord um das Boot alleine festzumachen.

Gleich nach dem Anlegen bestellten wir in der Bar am Hafen zwei Taxen, die uns nach Lunéville brachten.


Schloss von LunévilleDas Schloss von Lunéville ist eine etwas bescheidenere Zweitausgabe des Schlosses von Versailles, das sich der Herzog Leopold von dem Baumeister Germain Boffrand, einem Schüler von Mansard, dem Erbauer von Versailles errichten ließ. Daher auch der Spitzname "Petit Versailles". Heute ist darin ein Museum untergebracht.


Als wir im Zentrum von Lunéville ankamen, mussten wir leider feststellen, dass das im Januar 2003 teilweise innen ausgebrannte Schloss sowie die Museen Dienstags geschlossen hatten. Den Schlosspark konnten wir glücklicherweise dennoch besichtigen und wir machten einen ausgiebigen Spaziergang. Anschließend schlenderten wir noch ein wenig durch die Altstadt, Heike und Klaus erstanden in einem kleinen Laden ein Bild für zuhause, und wir nahmen dann noch einen Café bzw. Thé ein. Christine reservierte zwischenzeitlich einen Tisch für 19.00 Uhr im Restaurant "Comptoir". Dort genossen wir vorzügliche Fischmenüs (Dorade, Kabeljau, Lachs) und köstliche Nachspeisen. Gegen 21.00 Uhr ließen wir uns dann wieder mit dem Taxi zum Boot bringen. Wir machten uns dann noch einen gemütlichen Abend an Bord.
 


Tag 5 - Mittwoch - 25. August 2004

Der Tag begann mit Regen und einem Besuch beim örtlichen Händler um frisches Brot zu kaufen. Nach einem ausgiebigen Muzel-Frühstück gingen Christine, Hans und Arne nochmals los zum Einkaufen. Als wir ablegen wollten startete der Motor nicht. Das elektrische System unseres Charterbootes hat zwei voneinander unabhängige Stromkreise, mit einer Batterie für die allgemeinen Verbraucher wie Kühlschrank und Bordbeleuchtung, und einer zweiten für die Technik wie den Anlasser. Da das Bugstrahlruder und die elektrischen Instrumente funktionierten, gingen wir davon aus, dass der Fehler nicht bei der Batterie, sondern beim Anlasser liegen müsse. Schnell wurde eine Bodenplatte entfernt und der größte Teil des Motors wurde sichtbar, nicht jedoch der Anlasser. Nach telefonischer Rücksprache mit dem Mechaniker der Marina entfernten wir weiterhin:
Oma Gisela und die Sitzecke
1. Oma Gisela von der Sitzecke
2. die Tischplatte und Tischbeine der Sitzecke
3. sowie die darunter liegende Bodenplatte

Nun wurde auch der restliche Teil des Motors sichtbar, inklusive des Anlassers, nicht jedoch das von dem Techniker beschriebene Relais. Wir versuchten es daher mit ein paar leichten Schlägen eines Hammers auf den Magnetschalter. Und siehe da, nach der üblichen Diesel-Gedenkminute sprang der Motor an als sei nichts gewesen. Nach dem Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge, auch Oma Gisela, die zwischenzeitlich von Ehemann Hans und Tochter Christine liebevoll betreut worden war, saß wieder auf ihrem angestammten Platz auf der Sitzecke, fuhren wir dennoch nicht gleich los sondern machten erst einmal Mittagpause, insbesondere da es wieder stark zu regnen begonnen hatte.

Gegen 12.00 Uhr legten wir ab und fuhren den Rhein-Marne-Kanal zurück Richtung Osten. Wir passierten alle Schleusen ohne technische Probleme bei wechselhaftem Wetter. Von Regen bis Sonnenschein hatten wir alles. Wir fuhren die 15,4 Meter Schleuse von Réchicourt hinauf, was noch beeindruckender war als hinab. Nach 3 Kilometern bogen wir in den Saar-Kohle-Kanal ab und fanden ein malerisches Plätzchen am Kanal zum Anlegen. Nun gab es 1 Kilo Spaghetti mit Tomatensauce für alle. Die Hälfte der Crew ging danach spazieren, die (weibliche) Hälfte schob Kombüsendienst. Später gab es noch Wein, Espresso und Schokolade. Arne gab Anekdoten aus dem Schulleben sowie Einschulungslieder zum Besten.
 


Tag 6 - Donnerstag - 26. August 2004

unterwegs auf dem Saar-Kohle-KanalBei etwas trüben Wetter gab es zunächst Frühstück an Bord.  Danach folgten wir der Einladung eines alten Bauern zum Pilze sammeln auf einer seiner Weiden. Zuvor erklärte er uns noch den Unterschied zwischen genießbaren Champignons und ähnlich aussehenden giftigen Pilzen. Aber auch Gisela entpuppte sich als alte Pilzexpertin. Also trotteten Arne, Heike und Christine zusammen mit Gisela los. Tatsächlich fanden sie auch eine Hand voll Pilze, die sie stolz an Bord trugen. Hinter uns hatte zwischenzeitlich ein weiteres Mietboot festgemacht. Wegen ihres ausgeprägten Dialekts konnten jene nicht verheimlichen, dass sie aus der Pfalz stammen. Die Pfälzer folgten uns nunmehr auf die Weide und erkundigten sich bei uns, wie man die guten von den giftigen Pilzen unterscheidet. Dann pflügten sie die halbe Wiese um, um hauptsächlich die Giftpilze einzusammeln. Die sie dann unbeschadet verdaut oder doch noch aussortiert haben, denn als wir sie am nächsten Tag in einer Schleuse wiedertrafen, machten sie einen recht gesunden Eindruck. Gegen Mittag legten wir ab und fuhren noch ein Stück auf dem Kanal des Kohlereviers weiter hinauf Richtung Norden. Der Saar-Kohle-Kanal ist trotz seines Namens sehr romantisch. Vor der ersten Schleuse wendeten wir und fuhren wieder zurück in den Rhein-Marne-Kanal.

Auberge Du TannenheimHans steuerte das Schiff fast den ganzen Nachmittag. Leichte Orientierungsprobleme wurden durch ein fast perfektes Wendemanöver korrigiert. Schiffsführer Klaus musste lediglich ein paar verbale Hinweise geben. Bei sonnigem Wetter mit wenigen Wolken fuhren wir durch die uns bereits bekannten Orte Gondrexange, Heming, Xouaxange sowie Hesse und gelangten in Niderviller an.  Das dicke Pferd, das wir bereits bei der Herfahrt gesehen hatten, war immer noch da. Abends gingen wir in die "Auberge Du Tannenheim" zum Essen. Hier tat sich Christine an einer Schlachtplatte gütlich, ansonsten gab es Steaks mit Pfifferlingen oder Wild, ebenfalls mit Pilzen. Anschließend machten wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang.
 


Tag 7 - Freitag - 27. August 2004

Arne und Christine fütterten am Morgen zunächst die Enten mit altem Brot. Heike, Christine, Gisela und Arne wanderten nach dem Frühstück in den Ort, um den Fabrikverkauf der Keramikfabrik Niderviller aufzusuchen. Die Steingutfabrik in Niderviller wurde bereits 1735 gegründet. Mit zwei Kisten kamen sie zurück an Bord. Um 12.00 Uhr legten wir Richtung Lutzelbourg ab. Die zwei Tunnels konnten wir bis auf einen kleinen Zwischenstopp vor dem langen Tunnel ohne längere Wartezeiten bewältigen.
Schiffshebewerk
Auch vor dem Schiffshebewerk hatten wir nur ein paar Minuten Aufenthalt, bis wir einfahren konnten. Am Fuße des Hebewerkes legten wir für eine ausgiebige Mittagspause an. Trotz größter Anstrengung gelang es uns jedoch nicht, alle Vorräte aufzuessen. Wir erkundeten die Gegend, beobachteten die Ausflugsschiffe beim Herauf- und Herunterfahren und genossen den Sonnenschein und die Natur.

Erst nach 16.00 Uhr fuhren wir weiter, um die letzten Kilometer unserer Bootstour zurückzulegen. Steuermann Arne Wir durchfuhren die letzten drei Schleusen bis Lutzelbourg. Außer in den Tunnels, Schleusen und beim Schiffshebewerk wurde unser Boot heute fast ausschließlich von Arne gesteuert.

Bei der Marina angekommen, bekamen wie einen Liegeplatz ganz am Ende zugewiesen, da das Boot in den nächsten Tagen nicht gebraucht wurde. Dies hatte für uns nebenbei den Vorteil, dass wir das Hausboot am nächsten Tag nicht bereits wie vereinbart schon bis 9.00 Uhr, sondern erst gegen 10.00 Uhr verlassen mussten, also eine Stunde länger schlafen und auch mit dem Einpacken Zeit lassen konnten. Mit einer mitgebrachten Flasche "Rheinhessischer Lebensart" stießen wir bei strahlendem Sonnenschein auf der Flying Bridge auf das Ende der gelungenen Bootstour an. Im Hintergrund die malerische Burgruine.

Dann reservierten wir einen Tisch im "Hotel des Vosges" und statteten auf dem Rückweg der Maison Wurm, einer Kristallschleiferei, schon mal einen Besuch ab. Zurück an Bord genossen wir noch die letzten Sonnenstrahlen. Kurz vor 19.00 Uhr brachen wir auf zum Abendessen im nahegelegenen Hotel. Das Heike und Klaus von der früheren Reise bereits bekannte Lokal war komplett renoviert. Das Essen war vorzüglich. Die Muzels bestellten ein spezielles Mirabellenmenü. Arne schwelgte in einem halben Dutzend Weinbergschnecken als Vorspeise, einer frischen Forelle Müllerin Art aus hauseigenem Fischteich und einem riesigen Nachspeiseteller. Gesättigt und zufrieden spazierten wir zum Boot zurück, um unseren letzten Abend an Bord zu verbringen.
 


Tag 8 - Samstag - 28. August 2004

Die malerische BurgruineWie mit dem freundlichen Bootsvermieter am Vortag vereinbart, konnten wir uns am Morgen Zeit lassen.  Wir frühstückten in aller Ruhe, um dann unser Gepäck zu packen. Hans und Klaus holten die Autos vom Abstellplatz und luden ein. Derweil gingen Heike, Christine, Gisela und Arne noch mal in den Ort, um zum letzten Mal Kaffee, Tee und Mirabellenkuchen zu genießen. Dann gingen wir gemeinsam ins Büro um auszuchecken und den verbrauchten Treibstoff abzurechnen. Bevor wir abfuhren, waren wir nochmals in die Kristallschleiferei Wurm zum Shopping. Gemeinsam fuhren wir los. Auf halber Strecke bogen die Muzels in Richtung Bad Dürkheim ab. Arne, Heike und Klaus fuhren weiter bis nach Offenbach. Hier hatte es die letzten Tage fast ausschließlich geregnet. Was uns nicht unbedingt missfallen hat, denn zum einen waren wir ja nicht da, und zum anderen hat es unserem neu angelegten Rasen gut getan ...
 


Dieser Bericht erreichte uns von » Klaus Bartram und seiner Familie.









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