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Hausboot-Ferien führerscheinfrei
 
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Drei Hausboote unterwegs im Loiretal

Reisegebiet: Loiretal (Burgund)
Reisezeit:09. bis 16. Juni 2001
Start-Basis:Plagny-Nevers
Ziel-Basis:Rogny-les-sept-ecluses
Unser Boot:Nicols 1160 (Clamecy, Le Sermoise und Sancerre)
Hausboot-Route:Pont du Colombier - Gimouille - Charité sur Loire - Ménétreol sous Sancerre - St. Satur - Cosne - Chatillon sur Loire - Chatillon - Briare - Rogny-les-sept-ecluses

Randonèe en bateau durchs Loiretal


Samstag, 09. Juni 2001

Anreise im Regen. Zwischen 09:30 und 10:30 Uhr treffen alle in Plagny ein. Es nieselt. Günther verteilt die Wettervorhersage. Will jemand ins Hotel?

Das Jugendboot ist fertig, ein Boot wird geputzt, ein Boot fehlt noch. Also gehen wir zuerst mal einkaufen. Bei allen drei Hausbooten kostet diese Grundausstattung rund 900 F. Als nächstes besichtigen wir das hübsche Städtchen Nevers. Horst findet jede Menge Parkplätze gleich neben dem Justizpalast. Auf dem Marktplatz bieten uns die Bauern aus der Umgebung Steaks von ihren weißen Charent-Rindern an. Und weil die Bauern so nett sind und weil's nichts kostet, essen wir diese auch, selbst in Zeiten von BSE. Später lernen wir, dass Cafe nicht gleich Cafe ist. Aber wir finden was wir suchen: einen hübschen Salon du Thé mit leckeren Kuchen und großem cafe au lait. Als wir zurückkommen, ist das Boot zwar da, aber noch nicht geputzt. Die Männer bringen die Autos zur Endstation. Die Frauen warten - trinken Rotwein - warten und fangen auf einem Boot schon mal an zu kochen. Es gibt Fisch mit Kartoffeln und Salat. Endlich - um 22:00 Uhr, ist auch die Bootsübergabe beendet. Trotz später Stunde fahren wir noch los. Nach 5 km wollen wir anlegen beim Pont du Colombier. Langsam wird's dunkel, die Fahrt abenteuerlich. Warnstecken links und rechts im Wasser. Nach der Brücke von Gimouille legen wir an. Auf der Sancerre gibt's Rotwein. Sternklare Nacht.
 


Sonntag, 10. Juni 2001

Radltour zum Bäcker. Wir sind am Bec d'Allier, wo Allier und Loire zusammenfließen. Es gibt einen Flusslehrpfad.

Auf dem Bauernhof Fertot ist dieses Wochenende Fest. Ca. 300 Meter dahinter ist ein Herrenhaus in einem parkähnlichen Garten und eine Feriensiedlung mit vielen Holzhäusern und einem Teich mit Froschkonzert. In Gimouille noch ein Schwatz mit der Bäckerin. Sie will wissen, wie teuer die Boote sind.

Hausbootferien im LoiretalDie Sonne scheint! Frühstück - Fahrt über die Kanalbrücke der Allier. In Marseilles les Aubigny legen wir an.  Bei der schönen Bäckerin kaufen wir Eclairs und Erdbeertörtchen in wunderhübschen Schächtelchen, die man immer wieder brauchen kann. Karin gibt Tipps für alle Lebenslagen von Möbelrücken bis Sex ...

Um uns weites Land. Immer wieder herrschaftliche Häuser - verriegelt - unbewohnt. In Charité sur Loire ist unser Nachtlager. Malerisch vor einer Zementfabrik und einem kleinen Hafen. Auf der Wiese bauen wir Christas Zelt auf, weil es trotz Sonne etwas kühl ist. Kaum haben wir unser Brathähnchen mit Bratkartoffeln verdrückt und sind gerade beim Espresso - für manche die reine Medizin -, greifen Schnaken in Schwärmen an.

Zeltaufräumen geht schnell, hätte aber auch schnell zum Verlust von Zelt und Gerhard führen können. Doch sein ballettreifer Spagat und Günthers Reaktion haben den GAU verhindert. Darauf einen Espresso!
 


Montag, 11. Juni 2001

Bäckereifahrt von K-H und R. und J. Über die Loire, die Insel, auf die der Bäcker zu hatte nach Charité mit Ortsbesichtigung und Touristeni.

Abfahrt Richtung Sancerre. Die Fahrweise unseres Kanalrambos verleitet ein holländisches Boot zur Vermutung, dass wir Österreicher sind! Unterwegs fallen wir in den Onkel-Emma-Laden ein und kurbeln den Umsatz des örtlichen Metzgers an. Lamm- und Schweinekotelett, Grill-, Blut- und Kuttelwürste (Spezialität der Region).

Von 12:00 bis 13:00 Uhr Mittagspause der Schleusen, wir warten. Ich besichtige das kleine Schlösschen, das verlassen daliegt, aber einen gepflegten Garten hat.

Halt in Ménétreol sous Sancerre. Welchen Weg nach Sancerre? Der Professor der Schule gibt Auskunft und seine Schulkinder singen ein Lied für uns. Vorbei an Kirschbäumen und durch alte Allen geht's zum Kaffee-Trinken auf den Dorfplatz mit vielen Boules (die meisten aus Eis). Stadtbesichtigung + Rückweg vorbei an einem versteckten Schlösschen. Wir fahren in den Hafen von St. Satur. Morgen Regenwahrscheinlichkeit 60%, deshalb grillen wir heute. Danach Lagerfeuerromantik mit Gesang und Feuerwerk rund um den Grill. Es gibt Glühwein und Lebkuchen.
 


Dienstag, 12. Juni 2001

Baguette von St. Satur, Bäckerei vor dem Viadukt mit rundlicher freundlicher Bäckerin. Keine Croissants mehr - desolé.

Mit dem Taxi geht's in drei Schichten zum in den Fels gebauten Weingut "Perrier". Ganz kurze Besichtigung und weiter zur nächsten Domaine - auch im Fels - wir kommen ungelegen, so kurz vor der Mittagspause. Die Kinder fahren mit dem Taxi zurück, die Erwachsenen gehen zu Fuß nach Sancerre. Dort erfahren wir bei einer Weinprobe von einer sehr netten Dame alles über Kalkböden, Feuersteinböden, Lehmböden und den Weinanbau im besonderen. Welcher Wein ist der beste? Der wird gekauft. Als Rabatt gibt's einen Cassis und Lieferung frei Boot. Kein Regen in Sicht. Auf dem Rückweg suchen wir uns eines der vielen guten Restaurants aus: Restaurant au Bord de Loire, 18300 St. Thibault - fermé le lundi. Trinken noch ein Guinness gleich auf der Terrasse über der Loire.

Ich mache noch eine Radtour zum Weingut in Ménétrèol. Die junge Frau musste drei Hunde einsperren, bis ich in den Hof durfte. Weiterfahrt zur Ziegenfarm: Domaine des Chevres. Zurück über die duftende Gärtnerei in M. gerade noch rechtzeitig, denn um 19:30 Uhr geht's zum Essen.

Am Abend werden wir dort mit gutem Essen verwöhnt und bekommen sogar den Aperitif geschenkt. Den "Espresso" danach gibt's auf dem Boot.
 


Mittwoch, 13. Juni 2001

Frühstück erst um 09:00 Uhr, also Zeit für eine große Radtour. Richtung Sancerre, vorbei an den Weinbergen, einer Eisenbahndisco, einem Zigeunerlager über das Viadukt. Die Bäcker im Ort haben geschlossen, deshalb Frühstück erst um 09:10 Uhr.
Hausbootferien im Loiretal
Auf der Sermoise gibt's das Frühstück etwas verspätet, aber es bleibt danach noch viel Zeit zum gründlichen Duschen und Haarewaschen. Zeit auch für Angebote an gewisse Herren: "Hosen runter und dann geht's los!?". Das ist nichts für Warmduscher, Softeisesser, Weichskifahrer oder Beckenrandschwimmer.

Großeinkauf beim Supermarkt gleich neben dem Kanal.

Halt in Cosne. Teils mit dem Radl hin und zu Fuß zurück. Kein schönes Städtchen, viel Verkehr neben dem Cafe.

Heute darf Karl-Heinz den Nacht-Lagerplatz bestimmen: eine strahlend schöne Wiese gleich neben dem Kernkraftwerk. Sind es Kondenswolken oder Gewitterwolken, die da aufziehen? Es wird schwärzer und schwärzer, donnert, blitzt und hagelt. Die Frauen sitzen bei einem großen Kir gemütlich im Trockenen und spielen Activity, die Männer sitzen auf der Sancerre und? Nach dem Essen von Ratatouille, Lammkeule, Kartoffelküchlein, Gnocci geht's weiter mit "Wer wird Millionär?". Inspiriert vom kanadischen Whisky-Honig-Likör werden die schwierigsten Fragen gelöst. In welcher Einheit gibt man die Lichtstärke an? Lux, Lumen Nox, Candela? Nur den Frauen gelingt es, die Eine-Millionen-Mark-Frage zu lösen! Als wir ins Bett gehen, sind wir um vieles klüger.
 


Donnerstag, 14. Juni 2001

Am nächsten Morgen fahren Renate und Renate zum Bäcker. Alter Ortskern. Weiterfahrt an Seerosenbecken entlang, vorbei am Kernkraftwerk bis zu einem kleinen Schlösschen, das sich als besserer Bauernhof und Baustelle entpuppt.

Hans ist krank.

An der Schleuse bei Chatillon sur Loire könnten wir theoretisch mit Hilfe von Lotsen die Loire überqueren zum anderen Kanal, wie das bis 1894 nötig war. Aber wir benutzen die eiserne Kanalbrücke, an der schon Eiffel mitgebaut hat. Der Spaziergang entlang der stark strömenden Loire und den alten Befestigungsmauern der Schleusenanlagen zeigt uns, dass die Entscheidung richtig war. Zwei alte Segelschiffe liegen auf einem Nebenarm. In Chatillon zeigt sich Gerhard spendabel und lädt zum Eis ein. Am Sonntag ist hier Musikfest.

Renate kauft noch Sekt für die abendliche Abitursfeier. Doris bietet Hans Antibiotikum an.

Nächster Halt ist Briare, bekannt durch die schönen Mosaiken innen und außen an Kirche und Rathaus (ehemalige Burg).

Unser Nachtplatz ist hübsch zwischen Autobahn und Eisenbahnbrücke gelegen. Auf der stürmischen Fahrt dahin ist Mathias samt Fahrrad ins Wasser gefallen. Zum Glück kann Mathias schwimmen, das Fahrrad nicht. Nach dem frugalen Mahl (Spaghetti und Reste) wird Boule gespielt. Dann stoßen wir auf Johannes' Abitur an. Günther hat den Tisch wunderschön dekoriert und Hans hat ihm ein Lied gedichtet.

Johnny antwortet auf das Lied artig mit einer kurzen Rede und wir gehen zum gemütlichen Teil des Abends über. Der Grill wir Lagerfeuer und geredet wird in Ketten - obszöne Worte sind ausgeschlossen. Natürlich gibt's wieder ein Feuerwerk. Danke Karl-Heinz.
 


Freitag, 15. Juni 2001

Schon um 08:00 Uhr Abfahrt nach Briare, wir wollen zum Markt. Als alle wieder zurück sind, regnet es. 13 Schleusen liegen vor uns. In Ouzoner sur Trézéi ist Schleusenmittagspause. Auf der Sancerre gibt's Semmelschmarrn und Reste. Hausbootferien im Loiretal Danach wird wieder geschleust und - mühsam - gedichtet.

Kirschkernweitspucken auf dem Jugendboot. Dort sind einige Verluste zu beklagen: Der Foto, mit dem Elke ins Wasser gefallen ist und Mathias' Schuhe.

Ankunft in Rogny-les-sept-ecluses: Die alte Schleusentreppe ist noch zu besichtigen. Touristenbusse sind auch da. Es ist was los im Dörfchen. Aber nicht mehr lange, dann ist alles leer und wir liegen mit unseren Booten am Rückgabehafen. Böse Überraschung: In Josefs Auto ist die Scheibe an der Fahrerseite eingeschlagen. Mit Hilfe von K-H. Allzweckpaketklebeband wird das Auto wieder fahrtüchtig gemacht. Gerhard poliert noch einen Poller auf. Es reicht noch für einen kurzen Spaziergang ins Dorf. Dann geht's zum Essen (nur Erwachsene, die Jugendlichen müssen ihre Vorräte noch verbrauchen) und wir haben wieder Glück und bekommen ein gutes französisches Essen serviert. So gestärkt, können wir auf dem Boot unseren Dank an Gerhard und Josef aus vollen Kehlen hinausschmettern: (Melodie "Auf der schwäbsche Eisenbahn")

Die französische Kanalschifffahrt
Kennt allein der Bußer Gerhard
Montpellier, Narbonne, Bezièrs
Oh wie war das alles schee!

Ob von Augsburg, Geislingen oder Berlin
Alle wolln se wieder hin.
Söll's, Assners, Feths und Dreierei
Müllers und die Jugend sind wieder dabei.

Diesmal ging's an die Loire
Gerhard sorgt für Sonne gar
Josef dolmetscht wie noch nie
Dafür gibt's ein Eau de Vie!

Der Kapitän auf der Sancerre
Tut sich manchmal etwas schwer
Fährt wie wild und filmt Tango
Man nennt ihn auch Kanalrambo.

Einer sah das etwas weicher,
nennt ihn einen Österreicher
Gestern trieb er es noch toller
Zerstörte einen Nicols-Poller.

Ach wie ist der Gerhard süß
Alle Frauen wissen dies.
Die Sermoise kocht süßen Brei
Und lockt damit den Gerhard herbei.

Kurz gesagt, es macht uns Spaß
Gerhard Du bist ein tolles ASS
Ohne Dich würd' gar nichts laufen
Drauf wollen wir jetzt einen saufen.

Für alles und dass wir nicht sanken,
Wollen wir dem Gerhard danken.
Au revoir, merci beaucoup,
Diese Reise war der Clou.


Wehmütig sanken wir zum letzten Mal in unsere Betten in diesen schönen Kabinen.
 


Samstag, 16. Juni 2001

Wie immer. Nach dem Frühstück wird's hektisch. Putzen, packen, Photo, Pott zurückgeben. Gute Rückreise.

Hausbootferien im Loiretal








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