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Hausboot mieten in Frankreich auf dem Canal du Nivernais

Reisegebiet: Canal du Nivernais (Burgund)
Reisezeit:31. März bis 7. April 2012
Start-Basis:Decize
Ziel-Basis:Tannay
Hausboot-Crew:5 Erwachsene, 3 Jugendliche, ein Dreijähriger
Unser Boot:Salsa von Le Boat
Streckenlänge:202 km
Schleusen:115 Schleusen
Hausboot-Route:Decize · Cercy-La-Tour · Pannecot · Châtillon-en-Bazois · Chavance · Baye · Monceaux-le-Comte · Châtillon · Tannay · Clamecy · Coulanges · Châtel-Censoir · Clamecy · Tannay
Hausboote mieten in Frankreich / Burgund / Canal du Nivernais

In der ersten Aprilwoche (Osterwoche) waren wir zum bereits dritten Mal auf Hausbooturlaub. Dieses Mal waren wir am Canal du Nivernais unterwegs. Grund für den frühen Zeitpunkt waren die Osterferien und die günstigeren Bootspreise als zur Hochsaison. Nachdem wir im Vorjahr in der dritten Aprilwoche ein Traumwetter hatten, entschlossen wir uns auch den noch etwas früheren Termin dieses Jahr zu riskieren.

31. März

Startpunkt war die Hausboot-Basis Decize im Loiretal, wo wir von Le Boat eine Salsa gemietet hatten. Die Besatzung bestand aus 5 Erwachsenen, drei Jugendlichen und einem Dreijährigen. Auf der Anreise machten wir noch kurz in Autun zum Einkaufen und besichtigen der Kathedrale Halt.

Am frühen Nachmittag waren wir dann in Decize an der Basis und entluden unsere zwei Autos und die Räder vom Dach. Dann konnten wir direkt unser Boot übernehmen. Während ich die Papierformalitäten abwickelte räumte der Rest der Mannschaft alles aufs Boot bzw. ging noch was zum Kaffee im nahen Supermarkt einkaufen.

Nach der technischen Erklärung des Bootes können wir auch schon loslegen, wir wollen heute ja noch ein Stück weit kommen (ich hab das Bodenseepatent für Motor- und Segelboote und hab den Mitarbeitern auf der Basis gegenüber erwähnt, dass wir letztes Jahr eine Normandie gefahren hätten - da meinten sie nur "na dann fahren sie los, dann beherrschen sie dieses Boot ja auch"). So muß ich keine Fahreinweisung in Anspruch nehmen bzw. demonstrieren, dass ich so ein Boot beherrsche. Die Basis von Le Boat liegt in einem Becken zwischen Canal Lateral de la Loire und der Loire. Mit einer Schleusung gelangt man auf die Loire, die man ein Stück abwärts befahren und überqueren muß, um in den Canal du Nivernais zu gelangen.

Wie gesagt, auch letztes Jahr waren wir in der Osterwoche unterwegs und hatten Traumwetter (aber da war es ja auch zwei Wochen später). Wir sollten trotzdem Glück haben mit dem Wetter in dieser Woche. Ok, Morgens und Abends ist es noch kühl und man benötigt fallweise die Heizung, aber wir fahren immer am Außensteuerstand (in der Früh halt mit Jacke, Mütze und Handschuhen), untertags ist es jedoch immer warm genug zum Aufenthalt und Mittagessen und Kaffee an Deck, Abendessen geht dieses Jahr jedoch nicht im Freien, dazu ist es noch zu früh.

Die ersten Anzeichen des Frühlings sind schon da - blühende Kirschbäume am Kanal.

Hausboot mieten / Bootsferien in Frankreich auf dem Canal du Nivernais

Am Canal du Nivernais sind praktisch alle Schleusen händisch zu betreiben. Und so freuen sich die Schleusenwärter, wenn jemand der Crew mit hilft, außerdem geht es schneller. Und man kann sich etwas unterhalten und manchmal gibt es dadurch auch nützliche Hinweise.

In der Hauptsaison ist jede Schleuse mit einem Wärter besetzt (vielfach Studenten - ein begehrter Job), aber jetzt begleitet uns immer ein Schleusenwärter über etliche Schleusen.

Den ersten Abend verbringen wir wie geplant am Anleger unterhalb der Schleuse von Cercy-La-Tour (hier gibt's Gratisstrom und Wasser), denn ab 19 Uhr ist ja kein Schleusenbetrieb mehr.

1. April

Ein schöner Sonnenaufgang am nächsten Morgen.

Hausboote mieten / Ferien auf dem Wasser in Frankreich

Wie erwähnt war unser Boot eine Salsa. Sie hat 4 Doppelkabinen mit weiterer Schlafmöglichkeit im Salon. Oben einen Außensteuerstand und genug Sitzfläche um mit allen an Deck zu Essen, Platz für Räder und beim Ausgang vorne am Bug ebenfalls noch Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten im Außenbereich. War dadurch auch recht ideal für unseren dreijährigen jüngsten Mitfahrer. Ein recht modernes Boot mit Landstromanschluß und natürlich Bugstrahlruder.

An der Schleuse von Cercy erwähnt die Schleusenwärterin, dass es die nächsten 25 km keine Läden gibt, also versorgen wir uns noch schnell im Ort mit zusätzlichem frischen Brot und Patisserie für den Kaffee.

Hausboote mieten in Frankreich / Burgund / Canal du Nivernais

Da der Kanal nach Revisionsarbeiten erst seit gestern wieder offen ist, sind wir das erste (und lange auch einzige) Boot am Kanal. Das sieht man auch an den trockenen Schleusenwänden, die durch unsere Fahrt das erste Mal wieder befüllt werden.

So deutlich wie hier (Bild links) kann man noch nicht überall den Frühling erkennen, es ist halt doch noch recht früh im Jahr (immerhin haben wir heute erst den 1. April).

Andernorts ist die Natur noch nicht so weit, wie hier (Bild mittig) kurz vor Pannecot, wo wir Mittagspause machen werden.

Hausboote mieten in Frankreich / Burgund

Die Schleusen werden von 9 bis 12 Uhr und von 13 bis 19 Uhr von den Schleusenwärtern bedient. Von 12 bis 13 Uhr machen sie Mittagspause - und wir deshalb meist auch genau dann, weil man da ja ohnehin spätestens an der nächsten Schleuse warten muß. Da wir immer über mehrere Schleusen von ein und derselben Wärterin betreut werden, wird immer abgesprochen, wie weit wir fahren möchten und wie lange wir wo Pause machen, damit sie sich rechzeitig drauf einstellen kann und dann wieder da ist.

Weil wir wie gesagt das erste und einzige Boot sind, das momentan den Kanal befährt, haben wir den Kanal ganz für uns und es ist absolut ruhig.

Und natürlich ist es auch Mal Zeit für die Nachmittags-Kaffeepause die wir an Deck in der Sonne mit französischer Patisserie genießen. Wohlweislich - dank der Info der Schleusenwärterin in Cercy - noch am Morgen dort gekauft - sonst gäbe es das jetzt nicht.

Hausboot mieten in Frankreich / Burgund / Canal du Nivernais

Unser heutiges Tagesziel: Das kleine Dörfchen Châtillon-en-Bazois mit seinem Schloss. Hier gibt's auch wieder einen Supermarkt und andere Läden.

Etwas außerhalb von Châtillon an der Zufahrtsstraße steht das Tourismusbüro, das in Form einer Schleuse errichtet wurde - da bin ich extra mit dem Fahrrad hin um es anzuschauen und zu fotografieren. Das Gebäude selbst ist aus Beton, aber die "Schleusentore" sind original.

Hausbootferien / Hausboote mieten in Frankreich / Burgund

2. April

Am nächsten Morgen bin ich um 9 Uhr beim Supermarkt um die Lebensmittelvorräte aufzufrischen und zu ergänzen. Nach der Rückkehr zum Boot geht es weiter unter anderem vorbei am Schloss von Châtillon-en-Bazois. In Châtillon macht der Kanal eine ganz scharfe 180 Grad Wendung und in der Mitte geht es noch unter einer Brücke mit Verengung durch - ein etwas anspruchsvolleres Fahrmanöver bei ganz langsamer Fahrt, vor allem für längere Schiffe - und da die Stelle dadurch natürlich auch komplett unübersichtlich ist und man nicht sehen kann ob wer entgegenkommt, sollte man da hupen um auf sich aufmerksam zu machen. Wir sind nach wie vor ja die einzigen am Kanal - machen aber trotzdem auf uns aufmerksam... :-)

Hausboot mieten in Frankreich / Burgund

In der kurzen Haltung zwischen der Doppel- und Dreifachschleuse von Chavance "trifft" uns die Mittagspause.

An der Scheitelhaltung des Canal du Nivernais in Baye, links der Etang de Baye, einer der beiden Seen (neben dem Grand Etang de Vaux) hier oben, aus denen der Kanal mit Wasser gespeist wird. Wir sind nun auf 260 m über dem Meer und haben seit der Loire bei Decize mit 32 Schleusen 74 Höhenmeter überwunden. Wir waren auf der gesamten Strecke bisher das einzige Boot. Dadurch kamen wir zügig vorwärts und hatten an den Schleusen keine Wartezeiten wegen anderer Boote.

Die Strecke war bisher ausgesprochen schön: Der Teil zwischen Pannecot und Châtillon mäanderte in vielen Kurven dahin. Die Orte an der Strecke sind allerdings rar und wenn dann sehr klein mit keiner bzw. kaum Infrastruktur zur Versorgung. Auch in Baye hat der einzige Laden heute zu.

An der hiesigen Basis bunkern wir noch Wasser und können dann direkt in die Einbahnstrecke mit dem Durchstich und den Tunnels einfahren, da ja sowieso kein Gegenverkehr unterwegs ist (normalerweise Einbahnregelung mit einer Ampel).

Hausboote mieten in Frankreich auf dem Canal du Nivernais

Im folgenden befahren wir nun wie erwähnt die Scheitelhaltung, die 4,5 km lang ist und unter anderem durch drei Tunnel (La Collancelle, 758 m, Mouas, 268 m und Les Breuilles, 212 m) führt. Die Abschnitte zwischen den Tunnels wirken im Sommer wie ein grüner Jungel, aber selbst jetzt im beginnenden Frühjahr ist die Strecke schon sehr eindrucksvoll.

Die Hausboote haben zwar alle einen Scheinwerfer zum Ausleuchten beim Befahren der Tunnels (die oft keine eigene Beleuchtung haben), aber es empfiehlt sich auch unter Deck die Lichter einzuschalten, da dann eine bessere seitlich Ausleuchtung erzielt werden kann. Unser Scheinwerfer funktioniert aber irgendwie nicht richtig und so habe ich zum Befahren der Tunnels nur das Licht in den Kabinen, aber es geht auch so. In den Tunnels ist es immer um etliches kühler und man verträgt gut eine Jacke.

Hausboote mieten in Frankreich / Burgund / Canal du Nivernais

Nach der Durchquerung machen wir Kaffeepause bis 17 Uhr. Für diese Zeit haben wir den Schleusenwärter bestellt um die Schleusentreppe von Sardy in Angriff zu nehmen. Die Schleusentreppe von Sardy ist etwas besonderes. Innerhalb von 3,5 Kilometern folgen 16 Schleusen von jeweils 2,5 m Höhe knapp unmittelbar aufeinander (kürzester Abstand zwischen den Schleusen ist 60 m) und führen in einem schmalen Tal 40 m nach unten.

Bootsurlaub in Frankreich / Hausboot mieten auf dem Canal du Nivernais

Pünktlich um 17:00 Uhr ist nicht nur 1 Schleusenwärter da, sondern gleich 4 mit zwei Autos. Immer 2 schleusen unser Boot, die anderen beiden bereiten bereits die nächste Schleuse vor.

Dadurch geht es ruck-zuck und ich rechne eigentlich damit, bis 19:00 Uhr fast noch die gesamte Treppe zurücklegen zu können.

Doch die Wärter geben mir gleich als Antwort, dass nach Schleuse Nr. 6 für heute Schluss sei, die ganze ginge sich nicht mehr aus (und man kann nicht zwischen allen liegen bleiben), der Rest sei dann ab morgen früh dran. Ok, soll so sein, auch kein Problem, wir sind ja gut unterwegs.

Und dann gibt es halt zum Frühstück mal keine frischen Croissants und Pain au Chocolat sowie Brot vom Bäcker, das sonst immer ich im Dorf hole, in dem wir übernachten. Das Brot sollte fürs Frühstück auch so reichen.

Kurz vor 18 Uhr fahren wir in die letzte Schleuse für heute ein - Nr. 6, Planche de Berlin. An dieser Schleuse wohnt ein Künstler, der das Häuschen und die ganze Umgebung in eine teilweise sehr lustige, aber definitiv sehr originelle open air Ausstellung verwandelt hat. Leider ist er gerade nicht da.

Hausboote mieten in Frankreich / Urlaub auf dem Wasser

Aber der Platz zum Übernachten ist sehr hübsch und ruhig inmitten der Natur.

3. April

Am nächsten Morgen schicken wir meine Tochter und die Schwägerin per Rad das kurze Stück zurück nach Baye um dort im Laden ein paar dringende Einkäufe zu erledigen, da es in Fahrtrichtung fürs Erste heute auch mager aussieht. Durch die kurzen Abschnitte zwischen den Schleusen der Treppe sollten sie uns ja bald eingeholt haben.

Hausboot mieten auf dem Canal du Nivernais

Auch die Wärter sind pünktlich da und so geht es eine um die andere Schleuse nach unten. Darunter sind auch etliche im alten Stil (teilweise aber erneuert), die nicht über eine mechanische Vorrichtung zum Kurbeln der Tore verfügen, sondern mittels des Balkenausliegers "auf- bzw. zugedrückt" werden - das geht aber mit erstaunlich wenig Kraftaufwand.

In einem der Wärterhäuschen hat ein Töpfer seine Werkstatt eingerichtet und so machen wir einen kurzen Zwischenstop in der Schleuse und begutachten seine Erzeugnisse (und haben natürlich auch was gekauft).

Schleuse um Schleuse gehts runter, aber von der Tochter und Schwägerin noch keine Spur.

An französischen Kanälen kann man nicht nur allerhand gestaltete Wärterhäuschen und Gärten sehen, sondern eben auch unterschiedlichste Schleusen und Technik.

Diese Kurbelart erinnert mich irgendwie stark an eine alte händische Kaffeemühle.

Und wie vielerorts sind auch hier manche nett dekoriert oder die Umgebung mit Blumen gestaltet, mit Skulpturen versehen etc. Hier wurde der Rettungsring auch originell platziert...

Wir sind mittlerweile die 10 restlichen Schleusen der Treppe von heute durch, von Tochter und Schwägerin weit und breit keine Spur, per Handy nicht erreichbar. Na fahren wir halt weiter, so viele km sind es ja bisher nicht.

Wir wollen die Mittagspause aber nicht gerade in unmittelbarer Umgebung des lauten und staubigen Steinbruchs von Picampoix verbringen, der vor uns liegt - die Wärter geben mir darauf hin zu verstehen, dass ich dann etwas zügig fahren solle, da es sich dann noch ausgehe bis hinter die Ecluse de Yonne. Also drücke ich etwas aufs Gas und fahre etwas schneller als normalerweise gefahren werden sollte. Die Wärter arbeiten ebenfalls perfekt mit und so sind wir kurz nach 12:00 Uhr durch die Ecluse de Yonne durch und wir dürfen an den Anlegern festmachen (hier ist eine Werft für die Penichette Hausboote).

Und jetzt tauchen 3 Stunden nach dem absetzen auch unsere zwei Einkäufer auf. In Baye wurden sie nicht fündig, daher weiter in zwei andere Orte wo es dann zumindest manches gab (Brot). Und dann haben sie unterwegs noch einen fahrenden Metzger getroffen, wo sie noch Fleisch und Käse bekommen haben. Mission erfüllt - Einkaufsliste abgearbeitet, allerdings mit etlichen mehr als geplant zurückgelegten Kilometern.

Urlaub auf dem gemieteten Hausboot in Frankreich

Auf dem weiteren Streckenabschnitt des Nivernais Kanals gibt es jetzt auch immer wieder Drehbrücken, die zum passieren hoch- und dann wieder niedergekurbelt werden müssen. Das heißt also für jemanden von der Mannschaft mit dem Fahrrad vorausfahren oder denjenigen vor der Brücke absetzen und danach wieder aufnehmen.

Heute Nachmittag ist es ziemlich bezogen, sieht nicht all zu gut aus.

Wir sind mehr als gut unterwegs und so geben wir den Wärtern bekannt, dass wir in  Monceaux-le-Comtefür heute Schluss machen würden und nicht mehr bis Tannay fahren würden. Wir haben heute auch immerhin beachtliche 28 Schleusen bewältigt. Dafür sollen sie am kommenden Morgen um 9:00 Uhr an der Schleuse von Châtillon sein.

Vor 18:00 legen wir neben einem Holzlagerplatz bei Monceaux an. Das erste Mal regnet es dann für knapp 5 Minuten, das war es dann aber auch schon.

Ich fotografiere das Schild auf der anderen Kanalseite, es klingt so heimatlich - 1 km soll es da bis Dirol sein, wenn da nicht der "Tippfehler" mit dem D statt T wäre.

Der einzige Laden im Ort hat natürlich zu....

4. April

Nach der morgendlichen Fahrt am nächsten Tag zum Bäcker (den gibt es hier und der hat auch offen) und dem Frühstück der ersten Partie (die Langschläfer kommen immer erst etwas später, wenn wir meist schon fahren) geht's wieder los.

Allee am Kanalufer - sieht allerdings noch mehr herbstlich aus und noch nicht so, als ob wir Frühling hätten.

Dann ist aber gleich mal Schluß, denn zum ausgemachten Zeitpunkt ist weit und breit kein Schleusenwärter. Nachdem es bisher immer tadellos mit den Absprachen geklappt hat, ist das das erste Mal wo es nicht funktioniert. Nach einigen Minuten des Wartens rufe ich in der Basis von Le Boat in Tannay an und bitte die Kanalbetreibergesellschaft zu kontaktieren und mir jemanden zu schicken. Um 10:00 Uhr trudelt dann ein Schleusenwärter mit dem üblichen Renault-Kleinkombikastenwagen mit VNF Aufschrift (Voie Navigable de France - die Kanalbetreibergesellschaft) ein und es kann weitergehen.

Nach der Schleusung kommt uns erstmals in der ganzen Woche ein Hausboot entgegen.

In Tannay - eigentlich das Ziel unserer Einwegfahrt - fahren wir die Basis von Le Boat an, melden die Nichtfunktion des Scheinwerfers, füllen Wasser auf und schicken schon mal die Kinder voraus zum Einkaufen (mit Fahrrädern und Rollerblades).

Da wir dann aber doch mehr einkaufen wollen (auch Wasser, Wein usw.) hole ich unseren Bus vom Parkplatz (wir haben die Autos von Decize hierher überstellen lassen) um in den Supermarkt zu fahren. Das erweist sich dann auch als gut, denn Tannay liegt auf einem Hügel - und der Supermarkt dahinter am Ende des Ortes. Aber er ist riesig und super sortiert - na ja und der volle Einkaufswagen wäre auf den Rädern in den Packtaschen schwierig zu transportieren gewesen.

Dann machen wir gerade noch Mittagspause bevor wir weiterfahren. Denn wir wollen noch ein Stück weiterkommen, vielleicht geht es ja sogar bis zu den Felsen von Saussois.

Diverse Schleusen werden für die Saison noch auf Vordermann gebracht, einige davon gerade frisch gestrichen. An einer Schleuse treffen wir auch auf den Maltrupp. Aber an jeder Schleuse werden andere Farben verwendet, so ist das eine abwechslungsreiche bunte Sache.

Hausboot mieten in Frankreich

Und so fahren wir erst mal an Clamecy auch einfach vorbei, das wollen wir uns dann morgen und übermorgen genauer anschauen. Hier führte der Kanal früher durch die Stadt - jetzt geht er außerhalb über Abschnitte der Yonne. Der alte Kanal ist zugeschüttet, lediglich dieses kurze Stück blieb erhalten, heute kann man diese Stelle als Anlegeplatz nutzen.

Und so fahren wir weiter bis Coulanges, wo wir übernachten.

5. April

Am nächsten Tag stellen wir fest, dass wir wohl irgendwie zu wenig Wasser gebunkert haben in Tannay - anscheinend war da der Tank doch nicht voll. Auf alle Fälle ist uns doch glatt das Wasser ausgegangen. So steuern wir die Le Boat Basis in Chatel Censoir an zum nachfüllen. Dummerweise ist es schon ziemlich knapp auf Mittag zu und noch 2 Schleusen und noch ca. 4km vor der letzten Schleuse (Rechimet) vor den Felsen. Die zu schaffen wäre aber zeitlich ideal, um noch die Felsen in der Mittagspause besichtigen zu können. So füllen wir halt schnell mal gerade ein paar Liter auf, sodaß es fürs Erste über Mittag reichen sollte und setzen dann die Fahrt fort. Aber es klappt - kurz vor 1200 Uhr sind wir an der Schleuse Rechimet, noch durch- und somit vor der Mittagspause der Schleusenwärterin geschafft. Nun wieder mal ein Stück auf der Yonne fahrend, legen wir die letzten Meter bis zum Steg unterhalb der Felsen zurück.

Die Schleuse von Rechimet, in gelb-grün gehalten.

Nach dem Anlegen geht es natürlich erst mal ans Erklimmen der Felsen.

Von oben hat man eine tolle Aussicht. Außer unserem Boot liegt noch ein weiteres am Steg.

Hausboote mieten für einen erholsamen Hausbooturlaub

Danach machen wir noch Mittag bevor wir umdrehen und zurück Richtung Tannay fahren, nicht ohne in Châtel-Censoir nochmals zu stoppen und dieses mal mit etwas weniger Zeitdruck den Wassertank komplett zu füllen.

An der nächsten Schleuse nach Châtel-Censoir liegen wir aber wieder fest, denn der nächste Schleusenwärter ist nicht da. So warten wir wieder fast eine Stunde bis es weitergehen kann.

Schlußendlich schaffen wir es aber doch noch vor Betriebsschluß der Schleusen kurz vor 19:00 Uhr nach Clamecy, dem Zentrum der ehemaligen Holzflößerei aus dem Morvan nach Paris, dem die Gegend ja auch letztlich die Entstehung des Kanals verdankt. Heute sind im Gegensatz zu gestern schon vier Boote hier in der kleinen "Hafenbucht", aber wir finden auch noch Platz.

Bootsurlaub in Frankreich / Hausboote mieten

Am Stadtrand von Clamecy, der Blick von unserer Anlegestelle aus.

Wir erforschen die Stadt, die Jugend geht nachher noch etwas länger aus um die Bars der Stadt zu erkunden. Es ist ja schließlich nach Decize wieder die erste größere Ortschaft (neben Châtillon-en-Bazois auf der Strecke) und das erste Mal mit etwas Infrastruktur und einer Szene, die aus mehr als der üblichen kleinen Dorfbar besteht.

Zwei größere private Hausboote auf der anderen Quaiseite...

Da genügend Zeit ist, wollen wir am Freitag erst gegen 10:30 Uhr von Clamecy los fahren. Das würde der Mannschaft nochmals Zeit zum Bummeln und Shoppen geben und wir könnten problemlos nach zwei Schleusen im nächsten Ort Chevroches Mittag machen. Der Platz war mir schon während des Hinwegs als hübsch zum Anlegen aufgefallen.

6. April

Ich mache also am Morgen mit dem Schleusenwärter in Clamecy für 11:00 Uhr an der nächsten Schleuse aus. Doch dort ist um die Zeit dann niemand. Ich fahre mit dem Rad das Stück nach Clamecy zurück, aber da ist an der Schleuse auch niemand (mehr). So rufe ich wieder mal auf der Basis in Tannay an, mit der Bitte um Vermittlung mit der VNF und der Entsendung eines Schleusenwärters.

Aber es dauert - so wird es 12:00 Uhr - und wir verbringen die Mittagspause statt am schönen Platz in Chevroches unterhalb der Ecluse de Maladrerie. Um 13:00 Uhr trudelt dann ein Schleusenwärter ein, es geht weiter. An Chevroches fahren wir halt vorbei.

An der Schleuse vor Asnois geben wir bekannt, dass wir danach zur Kaffeepause anhalten werden und machen 16:00 Uhr an der Doppelschleuse von Tannay aus.

In Clamecy hatte es einen tollen Chocolatier und da haben wir natürlich wieder feine Sachen zum Kaffee eingekauft.

Kurz vor Ostern, regiert natürlich ein Thema - und als abschließendes Bild möchte ich das "Kunstwerk" zeigen, das unser Jüngster an Bord bekommt und natürlich genussvoll verspeist.

Wir genießen den letzten Nachmittag am Boot in der Sonne - wir hatten wieder gewaltiges Wetterglück:

Zwei Tage etwas verhangen und ein Mal Abends 5 min Regen - Bootsfahrerherz was willst Du mehr in der ersten Aprilwoche (am Sonntag morgen sollten wir beim Aufwachen zu Hause mehrere cm Schnee entdecken, doch das wussten wir da natürlich noch nicht... - und auch der Rest des Aprils war dann ja eher bescheiden).

An der Schleuse von Tannay um 16:00 Uhr: Wir mit unserem Boot - aber - kein Schleusenwärter. Ok, dann wieder mal warten. Gut, ist ja die letzte (Doppel-)Schleuse vor der Basis und wir fast da, somit haben wir keinen Streß mehr. Irgendwann trudelt dann die Wärterin doch ein, wir legen die letzten Meter bis zur Basis zurück und verbringen die letzte Nacht vor der Rückgabe des Bootes an Bord.

7. April

Und auf der Heimfahrt haben wir noch im nahen Vézelay Rast gemacht, das mit seiner Lage auf Hügel und der wunderbaren Kathedrale auch immer einen Stop wert ist.

Fazit: absolut geniale Strecke, schöne Landschaft, wenig Orte. Fast noch keine Boote unterwegs und meist zügiges Vorwärtskommen bis auf die Wartereien gegen Ende wo das mit den ausgemachten Zeiten an den Schleusen nicht mehr so ganz klappte. Das Boot sehr gut und das Personal an den Le Boat Basen wieder sehr freundlich und hilfsbereit - kurzum- wieder ein wunderschöner Hausbooturlaub. Und natürlich auch die Abwicklung über die Hausbootagentur "Der-Freizeitkapitän" wie immer hervorragend.

...und noch ein wenig statistisches:

Insgesamt 115 mal geschleust, dabei 248 Höhenmeter bewältigt.

3 Tunnel mit einer Gesamtlänge von 1238 m.

Zurückgelegte Fahrstrecke 202 km gesamt mit nicht ganz 25 Motorstunden - also ca. 3,5 Stunden reine Fahrzeit pro Tag.

Über die vertilgten Lebensmittelmengen und Patisserien hüllen wir den Mantel des Schweigens...









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