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Hausboot-Ferien führerscheinfrei
 
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Hausboot-Ferien in Frankreich auf Sarthe, Mayenne und Oudon

Reisegebiet: Sarthe, Mayenne und Oudon (Anjou)
Reisezeit:7. bis 14. Juni 2008
Start-Basis:Chénille-Changé
Ziel-Basis:La Suze-sur-Sarthe
Hausboot-Crew:Peter Morgenthaler und Familie
Unser Boot:Penichette 10.20 Jeanne
Hausboot-Route:Chénille-Changé · Le Lion-d'Angers · Sergé · Grez-Neuville · Cantenay-Epinard · Les Rafoux · Angers · Ecouflant · Cheffes · Châteauneuf-sur-Sarthe · Chateau de la Chapitière · Villechien · Morannes · Sablé sur Sarthe · Abtei von Solesmens · Malicorne sur Sarthe · Fercé · La Suze sur Sarthe · Roezé · Spay · La Suze sur Sarthe

Vorbei an den Burgen, Schlössern und den Mühlen des Anjou

» ein vergessenes Paradies im Norwesten Frankreichs

Mühle und Schleuse in AnjouEs ist kaum nachvollziehbar, weshalb so viele Leute der Meinung sind, die Provinz Anjou im unteren Loire-Tal sei am Ende der Welt. Dabei bietet sie dem Bootsfahrer einiges mehr an Natur, Erholung und kulinarischen Genüssen, als die meisten anderen Destinationen Frankreichs. Zudem liegt sie mit ihrer durchschnittlichen Entfernung von 800 km zu Mitteldeutschland nicht wirklich weit.

Die Landschaft ist einzigartig, sind wir hier doch nicht auf einem Kanal, sondern auf einem Fluss, der entsprechend breiter und offener ist. Die Schleusen, welche wir auf der Mayenne und der Sarthe passieren werden, dienten früher zum Betreiben der Mühlen. Im Oberlauf der Mayenne wurden diverse Wehre zur Stromerzeugung umgerüstet. Die Schleusen im Departement Mayenne sind übrigens alle bedient und die Schleusenwärterhäuser bewohnt. Wir erfreuen uns an der Blumenpracht, welche uns während der ganzen Reise begleiten wird. Besonders zu erwähnen ist auch, dass an allen Schleusen unentgeltlich Wasser gebunkert werden kann. Unser Hausboot, die JEANNE, haben wir schon vorgängig begutachtet und sind mit der Wahl sehr zufrieden. Die Penichette 10.20 ist für unsere Bedürfnisse ein ideales Boot welches wir nur weiterempfehlen können. Sie weist sehr gute Fahreigenschaften auf, obschon sie nicht mit einem Bugstrahler ausgerüstet ist.


Tag 1 - Samstag - 7. Juni 2008
Von Chénillé-Changé nach Le Lion d’Angers


Suze-sur-SartheNach einem gemütlichen Frühstück in Suze-sur-Sarthe fahren wir nach Chénille-Changé, um die Boote zu übernehmen. Wir können es kaum erwarten, endlich wieder einmal Wasser unter dem Bug zu haben. Nur – wo sind denn hier die Boote? Unsere Erleichterung ist gross, als um 9:00 Uhr endlich die Mitarbeiter von Maine-Anjou-Riviers mit zwei Penichettes einlaufen. Bald ist unser Auto im Parkplatz eingeschlossen und wir machen uns auf den Weg nach Chenillé-Changé, wo wir gegen Mittag eintreffen. Im gemütlichen Restaurant "P'tit Café" essen wir zu Mittag. Bei dieser Gelegenheit lernen wir die Chefin kennen und bald stellt es sich heraus, dass diese Dame auch gleich noch für den kleinen Dorfladen und den Campingplatz zuständig ist. Der Schwatz mit ihr erweist sich als sehr informativ, zudem können wir unseren Camper auf den Zeltplatz stellen, wobei sie uns verspricht, ein spezielles Augenmerk auf diesen zu haben.

Da uns unser Boot auf 15:00 Uhr versprochen wurde, nutzen wir die uns verbleibende Zeit zu einem Rundgang durch die Ortschaft. Sie gilt wohl zu Recht als einer der schönsten Orte an der Mayenne. Danach melden wir uns um 15:00 Uhr auf der Basis an der Rezeption. Nach dem üblichen Papierkram können wir gegen 16:30 Uhr doch endlich unser Schiff übernehmen. Auch hier zeigt sich einmal mehr, dass die Uhren in Frankreich doch etwas anders ticken. Endlich haben wir alles auf dem Schiff verstaut und es heisst "Leinen los!".

Nach kurzer Talfahrt taucht die erste Schleuse auf, welche wir ohne einen Kratzer bewältigen. Nach dem Passieren einer weiteren Schleuse erreichen wir nach 10 Kilometern die Einfahrt zum Oudon, einem kleinen, idyllischen Nebenfluss der Mayenne, welchen wir morgen befahren wollen. Nach rund 2 Kilometern machen wir in Le Lion-d'Angers unser Schiff zum Übernachten fest. Gegenüber der Ortschaft befindet sich der Haras National mit einer grossen Pferderennbahn. Nach einem kleinen Rundgang und einem leckerem Nachtessen geht unser erster Tag langsam dem Ende entgegen.
 


Tag 2 - Sonntag - 08. Juni 2008
Von Le Lion-d`Angers nach Sergé (3 Schleusen, 16 Km)


AnjouUm 10:00 Uhr legen wir in Le Lion d'Angers ab ab und sind nun auf der Bergfahrt auf dem Oudon. Dieser Nebenfluss ist etwas schmaler und entsprechend auch etwas wilder als die Mayenne. Die Landschaft ist geprägt durch die Landwirtschaft. Das Vieh weidet bis an die Flussufer. Da Sonntag ist, sind die Ufer zudem von Franzosen gesäumt, welche ihrem grossen Hobby, dem Fischen, frönen. Der grosse Fischreichtum dieser Flüsse ist den örtlichen Angelverbänden zu verdanken. Wir haben im Laufe der Reise davon profitiert, kamen wir doch so in den Genuss einiger wunderbarer Fischgerichte.

Der schiffbare L`Oudon bis Sergé ist nur 18 Kilometer lang mit 3 Schleusen, welche im Gegensatz zur Mayenne alle noch von Hand bedient werden. Auch hier sind die Leute an den Schleusen überaus freundlich und hilfsbereit. Gegen 16:00 Uhr sind wir am Ziel und machen an der grosszügigen Anlegestelle Rast. Am heutigen Tag sind uns nur sehr wenig andere Hausboote begegnet. Den Landgang durch Sergé, welcher sehr empfehlenswert ist, schliessen wir in einem kleinen Restaurant welches direkt am L'Oudon gelegen ist ab. Den Tag lassen wir bei einem Glas Wein auf der Flying Bridge ausklingen.
 


Tag 3 - Montag - 09. Juni 2008
Von Sergé nach Angers (7 Schleusen, 42 Km)


Schleuse voraus Nach einer sehr ruhigen Nacht kaufen wir in der nahen Bäckerei frisches Brot und geniessen in aller Ruhe unser Frühstück. Danach ergänzen wir das Trinkwasser am nahen Hafnen und machen kurz rein Schiff. Um 10:00 Uhr heisst es Leinen los und wir drehen zu Tal. Wir passieren die uns von der Bergfahrt her bekannten 3 Schleusen und sind gegen Mittag wieder auf der Mayenne. Der L'Oudon ist für alle, welche in diesem Gebiet Hausbootferien machen, ein absolutes Muss. Zurück auf der Mayenne geniessen wir wieder den offenen und breiten Fluss. Wir passieren die Schleuse Grez-Neuville, welche als einzige Schleuse an der Mayenne mit Druckluft bedient wird. Unterhalb der Schleuse befinden sich eine Werft und ein Anleger mit diversen kleineren Restaurants.

Vor der nächsten Schleuse müssen wir warten, da ein Signal mit einem roten Punkt uns die Weiterfahrt verwehrt. In der Hauptsaison wird von 09:00 Uhr bis 12:30 Uhr und von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr geschleust. Es gibt 3 verschiedene Signale vor den Schleusen:

Wir nutzen den Unterbruch für das Erkunden der Umgebung und zu einem kleinen Zvieri auf der Flying Bridge. Die Zeit vergeht wie im Fluge und bald können wir die nächste Schleuse in Angriff nehmen. Einmal mehr staunen wir über die Mühle, die hier direkt an die Schleuse angebaut ist. Die Mühle ist nicht mehr in Betrieb, wurde aber liebevoll renoviert und zu einem wunderbaren Wohn- oder Feriensitz umfunktioniert. Wir sind jetzt auch nicht mehr allein, sondern ein anderes Hausboot begleitet uns. Erstaunlich ist, wie diese Besatzung die Schleusen bewältigt. Es scheint, dass vor jeder Schleuse eine gewisse Hektik aufkommt, welche sich durch das wilde Herumschwenken der Bootshaken manifestiert. Naja, den Schleusenschifferkurs könnte man manchen Personen nur empfehlen und die Schiffe würden es ihnen sicher danken.

Nach Cantenay-Epinard teilt sich die Mayenne. Ein Arm führt weiter Richtung Angers und der zweite Arm via La Vieille Maine nimmt die Abkürzung Richtung Sarthe. Wir folgen weiter der Mayenne und passieren bei Les Rafoux die Fähre, auf welche wir an der Basis besonders aufmerksam gemacht wurden. Kurz darauf verlassen wir die Mayenne und drehen in die La Maine, jetzt haben wir Blick auf Angers.

Schloss Angers Im Hafen direkt gegenüber dem Schloss finden wir ohne Probleme einen Liegeplatz. Schon bald nach dem Festmachen begeben wir uns auf Entdeckungstour und bestaunen natürlich zuerst das bestens erhaltene, mittelalterliche Schloss und seinen blumengeschmückten Burggraben. Seit den ersten Spuren menschlicher Besiedlung, nachweislich um 4000 vor unserer Zeit, lässt sich anhand der Architektur die Entwicklung dieses Ortes über all die Jahrhunderte hinweg verfolgen; u.a. den Bau der Festung und ihrer 17 Türme durch den jungen Ludwig den Heiligen, sowie die Errichtung des Logis Royal, der Kapelle und des kleinen Schlosses durch die Herzöge des Anjou.

Wir sind so begeistert, dass wir es verpassen im Schlossrestaurant etwas zu trinken, da dieses um 19:30 schliesst. Im alten Kern der Stadt finden wir dann glücklicherweise doch noch ein Restaurant, in welchem wir unseren Hunger und Durst stillen können. Spät in der Nacht erreichen wir zufrieden, in der Gewissheit, heute einen wunderbaren Tag erlebt zu haben, unser Schiff.
 


Tag 4 - Dienstag - 10. Juni 2008
Von Angers nach Morannes (3 Schleusen, 43 Km)


Blumen im Sack - im Anjou Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg, um unseren Proviant an Bord zu ergänzen. Im nahe gelegen Quartier finden wir diverse kleine Läden, in welchen wir alles Nötige finden. Um 10:00 Uhr heisst es Leinen los. Wir lassen Angers, mit einem letzten Blick auf Schloss und Stadt, hinter uns und sind jetzt auf der Bergfahrt. Die Sarthe führt im Moment sehr viel Wasser und wir strampeln ganz schön gegen die Strömung. In Ecouflant ist die ganze Uferpromenade überschwemmt und die Bänke stehen im Wasser. Die Sarthe ist im unteren Teil sehr offen und man hat somit einen sehr guten Einblick in die Landschaft. Nach 20 Km erreichen wir in Cheffes die erste Schleuse. Da es 13:00 Uhr ist sind wir gezwungen, eine kurze Pause einzuschalten. Pünktlich um 14:00 Uhr können wir in die Schleuse einfahren. Diese Schleuse ist ein kleines Blumenparadies, wir machen der Schleusenwärterin ein grosses Kompliment und erhalten von ihr diverse Informationen über Land, Leute und Essen. Oberhalb der Schleuse staunen wir über die grossen Teppiche von Seerosen, die uns nun auf der ganzen Sarthe begleiten werden.

In Châteauneuf-sur-Sarthe passieren wir die Schleuse und machen gleich danach fest. In diesem kleinen Städtchen gibt es ein Schifffahrtsmuseum, welches wir natürlich besuchen müssen. Im Maison de la Rivière erklärt eine Diavorführung alles, was mit der Schifffahrt auf den Flüssen der Region zu tun hat. Insbesondere bestaunen wir die Funktionsweise der Schiffspassagen, mit deren Hilfe die Schiffe die Dämme passierten, bevor im 19. Jahrhundert die Schleusen gebaut wurden. Die verschiedenen Schiffstypen, die in der Region verkehrten, sind in Form von Modellen dargestellt. Für alle Schiffsinteressierten ist dieses Museum ein absolutes Muss. Tief beeindruckt, aber auch froh, dass unser Boot über einen Motor verfügt, fahren wir weiter zu Berg. Die Signalisation auf der Sarthe mit Bojen oder Signalen ist mustergültig und im eigenen Interesse zu respektieren.

Impressionen aus dem Anjou - vom Hausboot aus betrachtet Beim Chateau de la Chapitière umschiffen wir ein solches Hindernis und sind froh, dass wir heute keinen Wegzoll mehr auf dem Schloss zu entrichten haben. An der Schleuse von Villechien gibt uns die Schleusenwärterin einen Werbezettel eines Restaurants in der nächsten Ortschaft ab. Da dieses über einen eigenen Anleger verfügt, entschliessen wir uns, dort fest zu machen. Leider hat die Beiz nur während des Tages geöffnet und am Abend geschlossen. So kann das Leben spielen. Verhungern mussten wir nicht, hatte es doch in der nahegelegenen Ortschaft ein gutes Logie e France. Bis tief in die Nacht genossen wir bei einem guten Glas Wein den schönen Sonnenuntergang.
 


Tag 5 - Mittwoch - 11. Juni 2008
Von Morannes nach Malicorne-sur-Sarthe (8 Schleusen, 44 km)


Wir befinden uns nun im Departement Sarthe. Die Schleusen müssen ab jetzt alle von Hand auf- resp. zugedreht werden und es sind nun Schleusenwärter, welche die Schleusen bedienen, diese sind auch in diesem Departement in hervorragendem Zustand, die Blumenpracht lässt jedoch leider merklich nach. Mühle im Anjou Im Laufe des Morgens treffen wir in Sablé sur Sarthe ein, an der Schleuse hängt eine Tafel mit farbigem Punkt, das bedeutet: selber drehen. Wir machen am Anleger unterhalb der Schleuse fest und bereiten anschliessend die Schleuse vor. Oberhalb der Schleuse befindet sich die Basis von Nicols, wo wir uns erlauben festzumachen. Gegenüber wird das ganze Städtchen vom Schloss überragt. Im Schloss ist heute ein Teil der Nationalbibliothek untergebracht. Wir machen uns für den Landgang bereit und erkunden anschliessend Sablé sur Sarthe.

Die Stadt verfügt über ein schönes Zentrum mit allen nötigen Infrastrukturen. Einmal mehr bestaunen wir die alten Häuser, auch die Skulptur "die Liebenden" im Zentrum ist sehenswert. In einem Bistro genehmigen wir uns den Apéro und geniessen den schönen Tag. Im Verlauf des Nachmittags legen wir wieder ab und fahren weiter zu Berg.

Schleuse im Anjou Oberhalb von Sablé sur Sarthe passieren wir die Abtei von Solesmens. Das riesige Kloster wird von 100 Mönchen bewohnt und kann besucht werden. In der Abteikirche befindet sich eine schöne Skulpturengruppe, die unter dem Namen "die Heiligen Solesmens" bekannt sind. Einmal mehr machen wir hier die unfreundliche Bekanntschaft mit Fischern, die sich durch die Hausboote gestört fühlen; etwas mehr Toleranz wäre sicher angesagt. Wir lassen diverse schöne Schlösser an uns vorüberziehen und geniessen das Leben auf unserem Hausboot.

In Malicorne sur Sarthe finden wir einen wunderschönen Anleger, hier können gut zwei bis drei Schiffe festmachen. Das andere Hausboot, welches schon hier liegt, ist von zwei jungen Schweizern gemietet, welche auch hier übernachten wollen. Wir tauschen unsere gemachten Erfahrungen aus und machen uns alle zusammen auf, um im nahe gelegenen Dorf etwas zu essen. Doch da war doch noch etwas! Ja stimmt, in der Schweiz und Österreich findet ja die Euro 2008 statt. Wir erleben also an diesem Abend fernab der Heimat den Untergang der Schweizer Nationalmannschaft gegen die Türkei und sind froh, dass es bei uns nicht so regnet wie an diesem doch sehr wässerigen Anlass in Basel. Mit einem Kaffee Grappa spülen wir unseren Frust über das schlechte Spiel runter und sind eigentlich ganz froh, dass wir keinen Fernseher an Bord haben.
 


Tag 6 - Donnerstag - 12. Juni 2008
Von Malicorne-sur-Sarthe nach Le Mans (5 Schleusen, 32 km)


Anjou Ziel des heutigen Tages ist Le Mans, wo an diesem Wochenende das 24 Stunden Rennen durchgeführt wird. Wir sind flott unterwegs, ist doch die Besatzung der JEANNE mittlerweile bestens aufeinander abgestimmt. Das Wetter scheint die Stimmung des gestrigen Fussballspieles übernommen zu haben, es ist grau in grau. Und es kommt, wie es kommen muss! Bei der Schleuse Nr. 7 in Fercé hängt ein farbiger Ball. Während die Schleuse vorbereitet wird, brechen die Wassermassen aus den Wolken und im Nu ist ein Teil unserer Besatzung tropfnass. Der ganze Spuk dauerte nur ein paar Minuten, aber die Zwei, welche draussen waren, müssen sich komplett neu anziehen. Wie heisst es so schön, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleider. Die Ausfahrt aus der Schleuse 7 ist besonders vorsichtig zu befahren, da das Wehr unmittelbar an der Schleuse steht und das ganze Wasser Richtung Wehr zieht. Wir überholen ein Wasserbauschiff, in der Art einer Peniche, das einzige grosse Schiff, dem wir fahrend auf unserer Reise begegnet sind.

Wir passieren La Suze sur Sarthe, wo wir zuletzt unser Hausboot wieder abgeben werden. Bei der Schleuse Nr. 5 in Roezé erhalten wir die schlechte Mitteilung, dass die Fahrt für uns an der nächsten Schleuse ein bitteres und unvorhergesehenes Ende hat, da im letzten Winter das Wehr an dieser Schleuse beschädigt wurde. Wir wollen dies aber genauer in Erfahrung bringen und fahren weiter bis zur besagten Schleuse und machen am Anleger unterstrom fest. Die Schleusenwärterin der Schleuse Nr. 4 in Spay ist erstaunt, dass wir nicht informiert wurden.

Schleusen-Panorama aus dem Anjou

Im Kanal oberhalb der Schleuse ist nur noch 50 cm Wasser. Wann die Fahrt nach Le Mans wieder möglich ist, kann sie uns nicht sagen, wahrscheinlich muss zuerst jemand in Paris seinen Segen geben. Schade, unser Wunsch-Ziel können wir also nicht erreichen, die Motorender Rennautos können wir von weitem wenigstens hören. Tief enttäuscht übernachten wir an dieser Schleuse. Dank der ausgezeichneten Bordküche und ein paar guten Flaschen Rotwein hebt sich die Stimmung jedoch im Laufe des Abends wieder. Der Vermieter hat wohl noch nie einem Schleusenschiffer ein Boot vermietet, respektiv nicht damit gerechnet, dass wir soweit fahren würden, sonst wären wir wohl auf dieses Hindernis aufmerksam gemacht worden.
 


Tag 7 - Freitag - 13. Juni 2008
Von Spay nach La Suze-sur-Sarthe (1 Schleuse, 11 km)


Anjou Nach einem letzten Frühstück an Bord verlassen wir die Schleuse Nr. 4, welche uns sicher in Erinnerung bleiben wird, und machen uns auf die Talfahrt. Nach kurzer Zeit erreichen wir unser Ziel zu unserem Leidwesen viel früher als erwartet, wir hätten es noch lange ausgehalten! Nach einem Rundgang in La Suze sur Sarthe holen wir im Laufe des Nachmittages den Camper meines Bruders in Chenillé-Changé. Den Abend verbringen wir bei einem sehr guten Essen in der nahe gelegenen Auberge. Etwas später fallen wir mit guter Laune zum letzten Mal in unsere Kajüten.
 


Tag 8 - Samstag - 14. Juni 2008
La Suze-sur-Sarthe (Abgabe unseres Schiffes)


Um 7:00 Uhr ist Tagwache, Aufräumen, Gepäck von Bord, noch schnell rein Schiff gemacht und schon stehen die Leute unseres Vermieters pünktlich (Rücknahme scheint immer pünktlich zu klappen!) um 09:00 Uhr vor unserem Schiff. Nach einer kurzen Kontrolle sowie dem Abrechnen des Diesels sind wir entlassen und können den Heimweg antreten. Wir verlassen La Suze sur Sarthe um 10:00 Uhr, gegen 17:00 Uhr sind wir wieder im Fricktal und diese speziellen, wunderschönen Ferien gehören der Vergangenheit an. Sicher werden wir den zweiten Teil dieses Gebietes bei einer anderen Gelegenheit noch befahren.
 


Unser Fazit

Total haben wir in dieser Woche 29 Schleusen und rund 200 km in dieser wunderbaren, zum Teil etwas wilden Flusslandschaft verbracht und waren total begeistert. Unser Hausboot, die Penichette 1020 FB hat uns überzeugt. Schade nur, dass die Schiffe nicht besser unterhalten respektive gepflegt werden. Dieses Schiff eignet sich gut für zwei Ehepaare, da das Boot über je eine Kabine vorne und hinten verfügt. Anleger sind im ganzen Gebiet reichlich vorhanden und können bis auf wenige Ausnahmen gratis benutzt werden. Dem Schleusen ist die nötige Beachtung zu schenken, da doch immer ein wenig Strömung vorhanden ist. Das Essen in den diversen Herbergen, welche wir besuchten, war hervorragend. Die Freunde von Fischgerichten kommen in diesem Gebiet voll und ganz auf ihre Kosten.
 


Reisebericht & Fotos: Peter Morgenthaler

Peter Morgenthaler war ursprünglich Rheinschiffer. Heute ist er als Ausbilder in einer der grössten Schweizer Firmen tätig. Doch seinen Hobbys: der Schleusenschifferei, dem Rettungsschwimmwesen und dem Wasser ist er weiterhin treu geblieben.









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